Hypnose zum Abnehmen in Koblenz – dauerhafte Veränderung statt kurzfristiger Diät

Viele Menschen, die abnehmen möchten, haben bereits zahlreiche Diäten ausprobiert. Sie kennen Kalorientabellen, wissen, welche Lebensmittel besonders energiereich sind, und haben häufig genaue Vorstellungen davon, wie eine gesunde Ernährung aussehen sollte. Trotzdem gelingt es ihnen nicht, dieses Wissen dauerhaft in ihrem Alltag umzusetzen. Nach einer Phase strenger Kontrolle kehren die alten Gewohnheiten zurück, das Gewicht steigt erneut und der nächste Versuch beginnt. Das Problem liegt daher meistens nicht in einem Mangel an Wissen, sondern in der fehlenden Übereinstimmung zwischen dem bewussten Willen und dem Unterbewusstsein.

Die Hypnose zum Abnehmen setzt genau an dieser Stelle an. Das bewusste Denken formuliert das Ziel, Gewicht zu verlieren, weniger zu essen oder bestimmte Gewohnheiten zu verändern. Das Unterbewusstsein hält jedoch häufig an vertrauten Mustern fest. Es verbindet Essen mit Belohnung, Beruhigung, Sicherheit, Trost oder Entspannung. Solange diese inneren Verknüpfungen bestehen bleiben, muss der bewusste Wille ständig gegen das eigene Verhalten ankämpfen. Dieser Kampf kann eine gewisse Zeit funktionieren, ist aber auf Dauer anstrengend und störanfällig.

In meiner Praxis in Koblenz geht es deshalb nicht um eine weitere kurzfristige Diät und auch nicht um spektakuläre Versprechen. Hypnose soll dabei helfen, Bewusstsein und Unterbewusstsein auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. Weniger zu essen darf nicht dauerhaft als Verlust, Verzicht oder Mangel erlebt werden. Es sollte sich vielmehr zu einer selbstverständlichen und stimmigen Entscheidung entwickeln, die dem eigenen Körper guttut und im Alltag ohne ständigen inneren Widerstand umgesetzt werden kann.

Nachhaltiges Abnehmen bedeutet nicht, den Körper möglichst schnell zu einem bestimmten Gewicht zu zwingen. Es bedeutet, innere und äußere Bedingungen so zu verändern, dass sich das Gewicht langfristig neu regulieren kann. Dazu gehören das Essverhalten, die Wahrnehmung von Hunger und Sättigung, der Umgang mit Stress und Gefühlen, aber auch körperliche Faktoren wie Stoffwechsel, Leberfunktion und Bewegung. Hypnose zum Abnehmen ist daher Teil eines ganzheitlichen Prozesses und keine isolierte Technik, die ohne eigene Mitwirkung alle Probleme löst.

Warum das Unterbewusstsein beim Abnehmen eine entscheidende Rolle spielt

Essen erfüllt nicht nur die Aufgabe, den Körper mit Energie und Nährstoffen zu versorgen. Es ist von frühester Kindheit an mit Gefühlen, Beziehungen und wiederkehrenden Situationen verbunden. Essen kann Zuwendung bedeuten, eine Belohnung sein, Langeweile überbrücken oder dabei helfen, unangenehme Gefühle für einen Augenblick in den Hintergrund zu drängen. Viele dieser Verknüpfungen entstehen, lange bevor ein Mensch bewusst über sein Essverhalten nachdenkt. Sie werden im Unterbewusstsein gespeichert und später automatisch aktiviert.

Deshalb entsteht Appetit häufig auch dann, wenn der Körper keine Nahrung benötigt. Ein anstrengender Tag, ein Konflikt, Einsamkeit, innere Leere oder das Bedürfnis nach Entspannung können denselben Griff zum Essen auslösen wie tatsächlicher Hunger. Das bewusste Denken erkennt vielleicht, dass eine weitere Mahlzeit oder eine große Menge Süßigkeiten nicht notwendig ist. Der unbewusste Impuls ist in diesem Augenblick jedoch schneller und stärker. Erst nach dem Essen setzt die bewusste Bewertung wieder ein, häufig verbunden mit Ärger, Schuldgefühlen und dem Vorsatz, sich beim nächsten Mal besser zu kontrollieren.

Auf diese Weise entsteht ein Kreislauf aus Anspannung, Essen, kurzfristiger Entlastung und anschließender Unzufriedenheit. Strenge Verbote können diesen Kreislauf zusätzlich verstärken. Was ausdrücklich nicht gegessen werden darf, erhält immer mehr Aufmerksamkeit und wird innerlich besonders bedeutsam. Das Unterbewusstsein reagiert auf die Diät nicht unbedingt mit vernünftiger Zustimmung, sondern möglicherweise mit dem Eindruck, dass etwas Wichtiges entzogen wird. Der daraus entstehende innere Widerstand wird dann fälschlicherweise als mangelnde Disziplin interpretiert.

In der Hypnose können solche automatischen Muster genauer wahrgenommen und neu geordnet werden. Dabei geht es nicht darum, dem Patienten das Essen zu verbieten oder ihm einzureden, bestimmte Lebensmittel seien plötzlich unangenehm. Sinnvoller ist es, die Aufgabe zu verstehen, die das Essen bisher übernommen hat. Wenn Entspannung, Sicherheit, Genuss und Belohnung auf andere Weise zugänglich werden, muss Nahrung diese Funktionen nicht mehr ständig ersetzen. Das Essverhalten kann sich dann verändern, ohne dass der Mensch dauerhaft gegen sich selbst kämpfen muss.

Hunger, Appetit und Sättigung wieder deutlich unterscheiden

Hunger und Appetit werden im Alltag häufig gleichgesetzt, sind aber nicht dasselbe. Hunger ist zunächst ein körperliches Signal. Der Organismus benötigt Energie und macht darauf aufmerksam. Appetit kann dagegen durch Gerüche, Bilder, Gedanken, Gewohnheiten oder Gefühle ausgelöst werden. Auch ein vollständig gesättigter Mensch kann Appetit entwickeln, wenn ihm eine attraktive Speise angeboten wird oder wenn er gelernt hat, bestimmte Situationen grundsätzlich mit Essen zu verbinden.

Hinzu kommt, dass viele Menschen das natürliche Sättigungssignal nur noch ungenau wahrnehmen. Sie essen sehr schnell, während sie fernsehen, am Computer arbeiten oder sich mit anderen Dingen beschäftigen. Die Aufmerksamkeit bleibt außerhalb des Körpers. Erst wenn der Magen deutlich überfüllt ist, wird registriert, dass die Mahlzeit eigentlich schon früher hätte beendet werden können. Andere Menschen essen weiter, weil der Teller leer werden muss, weil noch etwas übrig ist oder weil eine bestimmte Portionsgröße zur Gewohnheit geworden ist.

Ein wichtiges Ziel der Hypnose zum Abnehmen besteht deshalb darin, die Wahrnehmung des eigenen Körpers zu verbessern. Hunger sollte wieder als Hunger erkannt werden, Appetit als Appetit und Sättigung als ein Signal, das ernst genommen werden darf. Wer langsamer isst und die Veränderung des Körpergefühls während einer Mahlzeit wahrnimmt, kann den Zeitpunkt früher erkennen, an dem der Organismus ausreichend versorgt ist. Die Mahlzeit muss dann nicht mit einem unangenehmen Völlegefühl enden.

Dabei geht es nicht um eine starre Selbstbeobachtung und auch nicht darum, jeden Bissen zu kontrollieren. Die neue Wahrnehmung sollte möglichst selbstverständlich werden. Das Unterbewusstsein kann lernen, kleinere Mengen nicht als Mangel zu bewerten und das Ende einer Mahlzeit mit Zufriedenheit statt mit Verlust zu verbinden. Wenn auch das Unterbewusstsein satt wird, verliert der innere Drang, trotz ausreichender körperlicher Sättigung weiterzuessen, zunehmend an Bedeutung.

Stoffwechsel verstehen – Leber, Magen und Fettzellen als zentrale Akteure

Übergewicht entsteht nicht allein im Kopf. Der Körper ist an der Regulierung des Gewichts aktiv beteiligt und verfügt über zahlreiche Mechanismen, die seine Energieversorgung sichern sollen. Fettzellen sind keine nutzlosen Gegner, sondern Speicherzellen. Ihre biologische Aufgabe besteht darin, Reserven für Zeiten anzulegen, in denen weniger Nahrung zur Verfügung steht. In unserer heutigen Lebensweise treten solche Mangelsituationen jedoch kaum noch ein, während energiereiche Nahrung nahezu ständig verfügbar ist.

Wird das Gewicht durch eine radikale Diät sehr schnell reduziert, kann der Körper dies als Bedrohung seiner Reserven bewerten. Das Hungergefühl nimmt zu, der Energieverbrauch kann sinken und die Aufmerksamkeit richtet sich immer stärker auf Nahrung. Nach dem Ende der Diät versucht der Organismus häufig, die geleerten Speicher möglichst schnell wieder aufzufüllen. Der bekannte Jo-Jo-Effekt ist deshalb nicht nur eine Frage mangelnder Willenskraft, sondern auch Ausdruck einer körperlichen Gegenregulation.

Bildlich gesprochen müssen die Fettzellen deshalb umkonditioniert werden. Sie sollten nicht immer wieder durch extreme Entzugsphasen alarmiert werden, sondern die Erfahrung machen, dass eine langsame Verringerung ihrer Reserven keine existenzielle Bedrohung darstellt. Ein mäßiges und kontinuierliches Vorgehen gibt dem Körper mehr Zeit, sich an veränderte Bedingungen anzupassen. Es entsteht keine Garantie gegen eine erneute Gewichtszunahme, aber eine deutlich tragfähigere Grundlage als bei einem ständigen Wechsel zwischen Überernährung und radikalem Verzicht.

Eine besondere Rolle spielt die Leber. Sie verarbeitet Zucker und Fette, speichert Energie und ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Bei länger bestehendem Übergewicht kann sich eine Fettleber entwickeln, die den Stoffwechsel zusätzlich belastet. In einer ganzheitlichen Naturheilpraxis kann die Gewichtsreduktion deshalb mit einer Behandlung verbunden werden, die auch die Leber und weitere körperliche Faktoren berücksichtigt. Dazu können eine realistische Ernährungsumstellung, Bewegung und eine individuell ausgewählte naturheilkundliche Unterstützung gehören.

Auch der Magen ist mehr als ein Behälter, der möglichst vollständig gefüllt werden muss. Seine Dehnung und seine hormonellen Signale sind wesentlich an Hunger und Sättigung beteiligt. Wenn Mahlzeiten regelmäßig sehr groß ausfallen, kann eine entsprechend große Füllung zur gewohnten Normalität werden. Eine schrittweise Veränderung der Portionsgrößen und eine feinere Wahrnehmung des Sättigungsgefühls können dazu beitragen, dass der Magen nicht mehr ständig bis an seine Grenze gefüllt werden muss. Der Körper wird dabei nicht bekämpft, sondern in eine neue Ordnung einbezogen.

Langsam abnehmen – damit der Körper der Veränderung folgen kann

Der Wunsch nach schneller Gewichtsabnahme ist verständlich. Wer unter seinem Gewicht leidet, möchte möglichst bald eine sichtbare Veränderung erreichen. Die Werbung greift diesen Wunsch auf und verspricht immer wieder erstaunliche Ergebnisse innerhalb weniger Tage oder Wochen. Solche Angaben beziehen sich jedoch häufig nicht nur auf den Abbau von Körperfett, sondern auch auf Wasserverlust und die Entleerung kurzfristiger Energiespeicher. Das Gewicht auf der Waage sinkt, ohne dass bereits eine dauerhafte Veränderung entstanden ist.

Wenn nach einer extremen Diät wieder normal gegessen wird, füllt der Körper seine Speicher erneut auf. Das Gewicht steigt schnell, obwohl nicht innerhalb weniger Tage dieselbe Menge an Körperfett entstanden ist. Für den Betroffenen wirkt dieser Vorgang dennoch wie ein vollständiges Scheitern. Er verliert das Vertrauen in sich selbst und beginnt nach der nächsten Methode zu suchen. So entsteht eine Folge immer neuer Programme, während die grundlegenden Essmuster weitgehend unverändert bleiben.

Ein langsamer und strukturierter Weg erscheint zunächst weniger spektakulär, ist aber für eine dauerhafte Gewichtsreduktion häufig angemessener. Überschaubare Etappenziele ermöglichen es, neue Verhaltensweisen tatsächlich im Alltag zu erproben. Portionsgrößen, Essenszeiten, Lebensmittelauswahl und Bewegung können Schritt für Schritt verändert werden. Der Patient muss nicht sein gesamtes Leben von einem Tag auf den anderen umstellen, sondern kann eine tragfähige Entwicklung aufbauen.

Rückfälle oder einzelne Phasen der Gewichtszunahme sind in diesem Modell keine vollständige Katastrophe. Sie zeigen, an welcher Stelle die neue Struktur noch nicht stabil genug ist oder welche Belastung erneut zu altem Verhalten geführt hat. Hypnose kann dabei helfen, diese Situationen genauer zu verstehen und neue Antworten zu entwickeln. Entscheidend ist nicht, dass jeder Tag perfekt verläuft. Entscheidend ist, dass die grundsätzliche Entwicklung erhalten bleibt und nach einer Abweichung wieder aufgenommen werden kann.

Das Ziel besteht nicht darin, für einige Wochen ein besonders disziplinierter Mensch zu werden. Das Ziel ist ein Essverhalten, das sich auch über Monate und Jahre aufrechterhalten lässt. Eine Ernährungsweise, die nur unter größter Anstrengung durchgehalten werden kann, ist noch keine dauerhafte Lösung. Sie bleibt ein Ausnahmezustand. Langsames Abnehmen soll dagegen zu einer neuen Normalität führen, in der weniger Essen, bewusster Genuss und ein stabileres Körpergefühl miteinander vereinbar werden.

Wie Hypnose beim Abnehmen wirkt – Zugang zum Unterbewusstsein

Die Hypnose, wie ich sie in meiner Praxis in Koblenz einsetze, hat nichts mit Showhypnose oder spektakulären Bühneneffekten zu tun. Im Mittelpunkt steht ein allmählich vertiefter Entspannungszustand, in dem die Aufmerksamkeit stärker nach innen gerichtet wird. Der Körper kommt zur Ruhe, der alltägliche Gedankenfluss kann langsamer werden und innere Bilder, Gefühle und Körperempfindungen werden deutlicher wahrnehmbar. Der Patient bleibt dabei ansprechbar und verliert nicht die Kontrolle.

In diesem Zustand kann das Unterbewusstsein für neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten zugänglicher werden. Gewohnheiten, die im Alltag scheinbar automatisch ablaufen, können innerlich genauer betrachtet werden. Dabei kann deutlich werden, welche Aufgabe das Essen bisher übernommen hat, in welchen Situationen besonders viel gegessen wird und welche Bedürfnisse eigentlich hinter dem jeweiligen Impuls stehen. Diese Erkenntnisse müssen nicht immer in Form bewusster Erinnerungen auftreten. Auch innere Bilder und veränderte Körperempfindungen können einen neuen Zugang ermöglichen.

Die in der Hypnose verwendeten Suggestionen sind keine Befehle. Sie sind Angebote an das Unterbewusstsein, angemessenere und langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln. Der Patient kann solche Impulse annehmen, verändern oder zurückweisen. Eine wirksame Veränderung entsteht nicht dadurch, dass ein fremder Wille in den Menschen eingesetzt wird. Sie entsteht dann, wenn Bewusstsein und Unterbewusstsein beginnen, in dieselbe Richtung zu arbeiten.

Das bewusste Denken kann beispielsweise das Ziel formulieren, langsamer zu essen, kleinere Portionen zu wählen oder bei Stress nicht automatisch zu Süßigkeiten zu greifen. In der Hypnose kann das Unterbewusstsein darauf vorbereitet werden, dieses Ziel zu unterstützen. Sättigung kann mit Ruhe und Zufriedenheit verbunden werden. Eine kleinere Portion muss nicht mehr als Entzug erscheinen. Ein belastendes Gefühl kann wahrgenommen werden, ohne sofort durch Essen beruhigt werden zu müssen.

Hypnose nimmt dem Patienten seine Entscheidungen nicht ab. Sie kann jedoch dazu beitragen, dass die gewünschten Entscheidungen leichter zugänglich werden und weniger inneren Widerstand auslösen. Aus einem ständigen Kampf zwischen Vernunft und Verlangen kann schrittweise eine Zusammenarbeit entstehen. Genau darin liegt die besondere Bedeutung des Unterbewusstseins für eine langfristige Gewichtsreduktion.

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Abnehmenspritze – mögliche Unterstützung, aber keine vollständige Lösung

Die sogenannten Abnehmenspritzen mit GLP-1-Wirkstoffen haben die Behandlung von starkem Übergewicht erheblich verändert. Sie beeinflussen Appetit und Sättigung und verlangsamen die Magenentleerung. Dadurch essen viele Patienten deutlich weniger und können in vergleichsweise kurzer Zeit Gewicht verlieren. Bei schwerer Adipositas und bestehenden Folgeerkrankungen kann eine solche Behandlung unter ärztlicher Kontrolle einen erheblichen Nutzen haben.

Die Abnehmenspritze sollte deshalb nicht grundsätzlich abgelehnt oder verteufelt werden. Wenn massives Übergewicht den Körper bereits deutlich belastet, kann eine wirksame Gewichtsreduktion medizinisch dringend notwendig sein. In einer solchen Situation ist es sinnvoll, Nutzen, mögliche Nebenwirkungen und alternative Behandlungswege sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Die Entscheidung gehört in ärztliche Betreuung und sollte sich an der individuellen gesundheitlichen Situation orientieren.

Gleichzeitig handelt es sich nicht um ein harmloses Wundermittel. Häufig beschrieben werden Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung und ein ausgeprägtes Völlegefühl. Weitere Risiken und mögliche Langzeitfolgen müssen bei der ärztlichen Entscheidung berücksichtigt werden. Vor allem bei mäßigem Übergewicht stellt sich daher die Frage, ob der Einsatz eines stark in Appetit, Verdauung und Stoffwechsel eingreifenden Medikaments in einem angemessenen Verhältnis zum angestrebten Gewichtsverlust steht.

Hinzu kommt ein grundsätzliches Problem: Die Spritze kann den Appetit vermindern, verändert aber nicht automatisch die psychischen und unbewussten Ursachen des Essverhaltens. Wer bisher bei Stress, Einsamkeit, Frustration oder zur Belohnung gegessen hat, trägt diese Verknüpfungen zunächst weiterhin in sich. Solange das Medikament wirkt, treten sie möglicherweise in den Hintergrund. Nach dem Absetzen können sie jedoch erneut wirksam werden, wenn keine neue innere und äußere Struktur aufgebaut wurde.

Wer immer wieder nach demselben Muster verfährt – zunimmt, die Abnehmenspritze verwendet, Gewicht verliert und nach dem Absetzen erneut zunimmt –, entwickelt keine dauerhafte Lösung. Das Gewicht wird medizinisch beeinflusst, während das Verhältnis zu Essen und zum eigenen Körper weitgehend unverändert bleibt. Deshalb sollte eine medikamentöse Gewichtsreduktion nach Möglichkeit mit einer langfristigen Veränderung des Essverhaltens verbunden werden.

Hypnose kann hier eine ergänzende Aufgabe übernehmen. Sie kann dabei helfen, die Phase der verminderten Nahrungsaufnahme zu nutzen, um neue Gewohnheiten aufzubauen und unbewusste Essmuster zu verändern. Das Ziel besteht darin, den erreichten Gewichtsverlust in eine tragfähige Struktur zu überführen, sodass der Erfolg nicht ausschließlich von der fortgesetzten Wirkung eines Medikaments abhängt. Die Spritze kann in bestimmten Fällen eine Unterstützung sein. Die langfristige Neuordnung des Essverhaltens kann sie jedoch nicht ersetzen.

Ganzheitlich abnehmen – Körper, Bewusstsein und Unterbewusstsein verbinden

Eine nachhaltige Gewichtsreduktion lässt sich nicht auf eine einzige Ursache und deshalb auch nicht auf eine einzige Maßnahme reduzieren. Ernährung, Bewegung, Stoffwechsel, Organfunktion, Gewohnheiten, Lebenssituation und psychische Belastungen wirken zusammen. Bei einem Patienten steht möglicherweise emotionales Essen im Vordergrund, bei einem anderen eine ungünstige Tagesstruktur, fehlende Bewegung oder eine ausgeprägte Stoffwechselbelastung. Eine sinnvolle Behandlung muss diese Unterschiede berücksichtigen.

In meiner Naturheilpraxis in Koblenz wird das Abnehmen deshalb als ganzheitlicher Prozess betrachtet. Die Hypnose bildet einen wichtigen Schwerpunkt, weil sie den Zugang zu unbewussten Verhaltensmustern ermöglicht. Je nach individueller Situation können auch Ernährung, Stoffwechsel, Leberfunktion und weitere körperliche Aspekte in die Behandlung einbezogen werden. Es geht nicht darum, jedem Patienten dasselbe starre Programm überzustülpen.

Eine tragfähige Gewichtsreduktion entsteht dann, wenn der Körper nicht mehr ständig zwischen Überversorgung und radikalem Entzug wechseln muss. Gleichzeitig sollte das Unterbewusstsein erfahren, dass weniger Essen keine Bedrohung darstellt und dass Entspannung, Trost und Belohnung nicht ausschließlich über Nahrung zugänglich sind. Das bewusste Denken gibt die Richtung vor, das Unterbewusstsein unterstützt die Veränderung und der Körper erhält ausreichend Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen.

Auf diese Weise wird Abnehmen nicht länger als Krieg gegen den eigenen Körper verstanden. Der Körper hat nicht versagt, weil er Reserven gespeichert oder auf wiederholte Diäten mit Gegenregulation reagiert hat. Er hat versucht, seine bisherigen Aufgaben zu erfüllen. Die Behandlung soll ihm neue Bedingungen anbieten, unter denen er seine Energie anders regulieren kann. Veränderung entsteht damit nicht durch Gewalt gegen den Körper, sondern durch eine schrittweise Zusammenarbeit mit ihm.

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Angemessene Ziele – Gewicht reduzieren und langfristig stabilisieren

Der Erfolg einer Behandlung sollte nicht allein daran gemessen werden, wie viele Kilogramm innerhalb kürzester Zeit verloren gehen. Eine starke Gewichtsabnahme kann medizinisch sinnvoll sein, besonders wenn erhebliches Übergewicht bereits zu Folgeerkrankungen geführt hat. Für die meisten Patienten ist jedoch ebenso entscheidend, ob das erreichte Gewicht anschließend gehalten werden kann und ob sich dabei die Lebensqualität verbessert.

Angemessene Ziele berücksichtigen deshalb die Ausgangssituation, die körperliche Belastbarkeit und die Möglichkeiten des Alltags. Ein Mensch, der über viele Jahre zugenommen hat, muss nicht erwarten, sein gesamtes Gewicht innerhalb weniger Wochen dauerhaft zu verändern. Ein realistisches Etappenziel kann psychisch und körperlich sinnvoller sein als ein unerreichbares Idealgewicht, das ständig das Gefühl vermittelt, noch nicht genug geleistet zu haben.

Gewichtsreduktion ist kein einmaliges Ereignis, sondern eine Entwicklung. Sie umfasst Phasen, in denen das Gewicht deutlich sinkt, ebenso wie Zeiten der Stabilisierung. Auch ein vorübergehender Stillstand kann sinnvoll sein, wenn sich der Körper an das neue Gewicht anpasst und die veränderten Gewohnheiten im Alltag gefestigt werden. Nicht jede Woche muss einen neuen Rekord auf der Waage bringen.

Hypnose kann dabei helfen, ein langfristiges Ziel innerlich zu verankern. Statt immer wieder auf kurzfristige Motivation angewiesen zu sein, kann eine stabile Ausrichtung entstehen. Der Patient lernt, einzelne Abweichungen nicht als vollständiges Scheitern zu bewerten und den eingeschlagenen Weg wieder aufzunehmen. Dadurch verliert das bekannte Muster „alles oder nichts“ an Bedeutung.

Das eigentliche Ziel besteht nicht nur in einer kleineren Zahl auf der Waage. Es besteht in einem veränderten Verhältnis zum Essen, zu den eigenen Bedürfnissen und zum Körper. Wenn Hunger, Appetit und Sättigung wieder klarer wahrgenommen werden, wenn Essen nicht mehr jede emotionale Belastung regulieren muss und wenn der Körper ausreichend Zeit für die Veränderung erhält, kann Gewichtsreduktion zu einem dauerhaften Teil einer neuen Lebensordnung werden.